„Beerland“ 27.9.2017

27. September 2017
22:45

„Beerland“ am Mittwoch, 27.9.2017, um 22:45 Uhr im Bayerischen Fernsehen

Dokumentarfilm
Produziert: Deutschland, 2012

Matt Sweetwood, geboren in Kansas City im US-Bundesstaat Missouri, lebt seit über 15 Jahren in Deutschland und versucht noch immer, die Eigenarten seiner neuen Landsleute zu ergründen.

Schließlich findet er den Schlüssel zum Verständnis der Deutschen: Es ist das Bier. Sweetwood begibt sich auf eine zugleich unterhaltsame und ethnografisch lehrreiche Reise durch Deutschland, dem Land der Stammtische und des Oktoberfestes.

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Kann ein Amerikaner die Deutschen verstehen lernen? Der Filmemacher Matt Sweetwood, geboren in Missouri, lebt seit über 15 Jahren in Deutschland, aber noch immer erscheinen ihm seine neuen Landsleute wie unbekannte Wesen. Sie sind praktisch und ordentlich, ernst und gründlich, humorlos und lieben Tradition – das jedenfalls besagt ihr internationaler Ruf. Doch die deutsche Seele ist in Wahrheit viel komplexer. Der Schlüssel zu diesem anderen Ich der Deutschen, so glaubt Matt Sweetwood, liegt im Bier.

Und so macht er sich auf eine ethnografische Reise durch Deutschland, dem Land der Stammtisch-Kultur, des Oktoberfestes und der weltweit größten Brauerei-Dichte. Als teilnehmender Beobachter taucht er ein in die Bier- und Trinkkultur. Dabei entdeckt er Überraschendes: Die Deutschen sind durchaus kreativ, humorvoll, chaotisch, großzügig und aufgeschlossen. Und mehr noch: Nicht nur in Bezug auf die Trinkkultur hat jede Region Deutschlands ihre ganz besonderen Eigenheiten. Vielleicht ist das „typisch Deutsche“ doch nur eine Chimäre?

Hintergrundinfo:

Auf seiner abenteuerlichen Reise quer durch das „Bierland“ Deutschland besucht Matt Sweetwood unter anderem das Münchner Oktoberfest und den Kölner Karneval; Schützenvereine, Eckkneipen und fränkische Kleinbrauereien; ein Bierkistenrennen ebenso wie eine Wahl zur Bierkönigin und die Hopfenernte in der Hallertau.

Erläutert werden dabei natürlich auch historische Hintergründe wie das Reinheitsgebot von 1516, aber auch eher skurrile Ereignisse wie der „Dorfner Bierkrieg“, der sich 1910 im oberbayerischen Landkreis Erding an einer Erhöhung des Preises für eine Maß Bier um zwei Pfennige entzündete. Das Ergebnis ist ein ebenso unterhaltsames wie lehrreiches Roadmovie.

Regisseur Matt Sweetwood wurde 1971 in Kansas City, USA, geboren und studierte von 1990 bis 1994 Film und Fernsehen an der California State University in San Diego. Im Anschluss arbeitete er als Autor, Regieassistent und Produktionsleiter, bevor er 1995 nach Berlin zog. Mit „Forgetting Dad“ inszenierte er 2008 seinen ersten eigenen Dokumentarfilm als Regisseur, der auf dem Amsterdamer Dokumentarfilmfestival mit dem Spezialpreis der Jury ausgezeichnet wurde.

Sein Treatment für „Beerland“ erhielt 2009 beim Dokuwettbewerb des BR und der Telepool GmbH den ersten Preis und wurde im Anschluss als Koproduktion mit dem BR und der Telepool / Global Screen GmbH realisiert. „Beerland“ wurde 2012 beim Leipziger Dokumentarfilmfestival uraufgeführt und startete 2013 in den deutschen Kinos.

„Beerland“ am Mittwoch, 27.9.2017, um 22:45 Uhr im Bayerischen Fernsehen