BDI zum Ausbau von Breitband-Internet

„Alle Branchen profitieren“ – Rund 960 000 neue Jobs bis 2020 – Jährlich 0,6 Prozentpunkte zusätzliches BIP-Wachstum

Berlin (ots) – „Von den enormen positiven Effekten des Breitbandausbaus werden alle Branchen profitieren. Durch schnelles Internet können bis zum Jahr 2020 rund 960 000 neue Arbeitsplätze entstehen.“ Das sagte Dieter Schweer, Mitglied der BDI-Hauptgeschäftsführung, zu den Ergebnissen einer aktuellen Studie von Professor Raul Katz von der Columbia Business School (USA), die am Mittwoch in Berlin vorgestellt wurde.

„Deutschland kann in den nächsten Jahren mehr als 170 Milliarden Euro zusätzliche Wertschöpfung erreichen. Dies entspricht einem zusätzlichen BIP-Wachstum von 0,6 Prozentpunkten jährlich“, erklärte Schweer. „Durch Breitbandausbau gehen wir gestärkt aus der Krise hervor – ohne die Steuerzahler weiter zu belasten.“

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Zu den Gewinnern des Breitbandausbaus zählt die Studie neben Elektrotechnik, Bau und Telekommunikation unter anderem die Branchen Gesundheit und Finanzdienstleistungen sowie den Vertrieb. Dort würden verbesserte Produktivität und Innovationen als direkte Folge der Breitbandnutzung auch zu mehr Beschäftigung und Wertschöpfung führen. „Als wissensbasierte Gesellschaft wird Deutschland im besonderen Maße von einer hochentwickelten Breitbandinfrastruktur profitieren“, sagte Schweer.

Die Breitbandstrategie der Bundesregierung sieht eine flächendeckende Breitbandversorgung sowie den Ausbau auf 50 Megabits pro Sekunde für dreiviertel aller Haushalte bis zum Jahre 2014 vor. Damit können den aktuellen Berechnungen zufolge bis zu 400 000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Schweer: „Die Politik muss diesen Weg konsequent weitergehen und die Perspektiven der Breitbandversorgung bis zum Jahr 2020 weiterentwickeln. Wenn 50 Prozent der Internetanschlüsse bis 2020 auf 100 Megabits pro Sekunde ausgebaut werden, könnten weitere 560 000 Arbeitsplätze entstehen.“

Schweer forderte bessere Planungs- und Rechtssicherheit für Unternehmen sowie eine sachgerechte Risikoaufteilung bei künftigen Netzzugangsvereinbarungen. „Wir brauchen die Erlaubnis für Kooperationen zwischen investierenden Unternehmen beim Breitbandausbau. Nationale und europäische Wettbewerbsbehörden dürfen diese Zusammenarbeit künftig nicht verhindern“, verlangte das Mitglied der BDI-Hauptgeschäftsführung.