Roberto Hilbert über ein Comeback im DFB-Team

„Die Hoffnung stirbt zuletzt“

Unterföhring (ots) –

– Der Ex-Stuttgarter über die Fußball-Bedeutung in der Türkei: „Erst kommt die Religion, dann der Fußball und irgendwann die Familie“
– Hilbert über die Situation um Michael Skibbe in Berlin: „Er hat sich seine Rückkehr sicherlich anders vorgestellt“

München, 12. Februar 2012. In der Sky Sportshow Samstag LIVE! sprachen der Roberto Hilbert (Besiktas Istanbul) und Schauspieler Erol Sander über den türkischen und den deutschen Fußball.

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Roberto Hilbert (Besiktas Istanbul)…

…über die Chancen auf ein Comeback in der Nationalmannschaft: „Ich sage immer: Die Hoffnung stirbt zuletzt, aber ich bin Realist. Jetzt bin ich ohnehin verletzt, da ist die Chance ein bisschen gesunken. Aber ich hoffe, dass Löw mitbekommt, dass ich momentan richtig gut drauf bin.“

…über den FC Bayern: „Man orientiert sich immer an den Besten. Und die Bayern sind einfach der beste Verein in Deutschland. Das muss man neidlos anerkennen. Da sind großartige Fußballer, die Vereinsführung ist hervorragend. Daran kann man sich auch orientieren und ein Stück davon abschneiden.“

…über Spitznamen in der Türkei: „Fabian Ernst, der auch bei uns spielt, ist der deutsche Panzer und ich bin der deutsche Zug. Fabian ist dabei eher der Typ fürs Gröbere und ich bin der, der über die Außenbahn Dampf macht. Das passt dann ganz gut glaube ich.“

…über die Situation bei Hertha BSC: „Das ist sehr bitter und vor allem auch für Michael Skibbe sehr ärgerlich. In der Türkei hat er mit seinem Verein wirklich gute Arbeit geleistet und war unter den Top-4 in der Liga. Ich denke, er hat sich seine Rückkehr nach Deutschland auch anders vorgestellt. Berlin hat es nicht verdient, da unten zu stehen. Aber so ist Fußball.“

…über die Bedeutung des Fußballs in der Türkei: „Ich glaube, dass die ganze Mentalität und Auffassung, wie man Fußball lebt bei den Fans in der Türkei schon sehr speziell ist. Erst kommt die Religion, dann kommt der Fußball und irgendwann dann kommt erst die Familie. Istanbul ist natürlich eine Mega-Metropole. Entweder bist du Fenerbahce-, Galatasaray oder Besiktas-Fan und dann wirst du auf der Straße bei jeder Möglichkeit angesprochen und erkannt. Das ist schon eine ganz andere Nummer.“

…über den Wettskandal in der Türkei: „Ich war eigentlich indirekt und ungewollt mittendrin. Als das anfing, waren wir in der Vorbereitung im Trainingslager. Dann haben wir das im Fernsehen gesehen. Und dann hat man gelesen, dass Funktionäre aktive und ehemalige Spieler, Trainer und Präsidenten in der ganzen Sache involviert gewesen sein sollen, auch festgenommen wurden. Beweisen ist noch nichts. Mitte Februar fangen die Verhandlungen an und dann sind wir mal gespannt, was dabei rauskommt.“

Erol Sander…

…über die Stimmung in den türkischen Stadien: „Da bebt das ganze Stadion. Wir in München sind da ein bisschen verwöhnt. Da müssen sie erst einmal richtig was zeigen, bevor wir alle aufstehen. Ich war mit dem DFB-Team, als Türkei gegen Deutschland gespielt hat, waren wir oben in der Lounge vom DFB. Da war eine Hammer-Stimmung. 40 000 klingen dort wie bei uns 80 000.“

Samstag LIVE! gibt es an jedem Bundesliga-Samstag von 20:45 bis 22:15 Uhr. Die Sky Sportshow wird im Wechsel moderiert von Jessica Kastrop und Oliver Pocher oder Shary Reeves und Thomas Pommer.