66/67 – Fairplay war gestern 20.7.2011

ZDF zeigt preisgekröntes Kleines Fernsehspiel „66/67 – Fairplay war gestern“ / Fußball-Fanclub bildet Rahmen für Drama über Freundschaft und Gewalt
18.7.2011 Mainz (ots) – „66/67 – Fairplay war gestern“ heißt der zweite Film in der Sommerreihe „Gefühlsecht“, den das ZDF am Mittwoch, 20. Juli 2011, 23.15 Uhr, zeigt. In der Saison 66/67 wurde Eintracht Braunschweig das letzte Mal Deutscher Fußballmeister. Auf diese Zahl bezieht sich der Fanclub, der eigentlich eine Hooligan-Truppe ist. In dem Charakterdrama von Carsten Ludwig und Jan-Christoph Glaser spielen unter anderen Fabian Hinrichs, Christoph Bach und Melika Foroutan. Florian, Otto, Hennig, Christian, Tamer und Mischa haben sich das Versprechen gegeben, bedingungslos füreinander einzustehen. Nach Abpfiff der regulären Spielzeit zelebrieren sie, gemäß einem archaischen Männlichkeitsideal, rücksichtslos den Spaß an der Gewalt. Im Mai 2008, als der Abstieg Braunschweigs in die 4. Liga droht, ist jeder von ihnen mit seiner ganz persönlichen Situation beschäftigt. Der eingeschworene Männerbund droht auseinanderzufallen. Beim Versuch, das aufzuhalten eskaliert die Situation.

„66/67 – Fairplay war gestern“ wurde beim Züricher Filmfestival als bester deutschsprachiger Film ausgezeichnet. Regisseur Carsten Ludwig ist selbst in Braunschweig geboren und war Fan seines Heimatvereins. Zur Motivation, einen solchen Film zu machen, sagt er: „Heute ist Hooliganismus für mich eine groteske und anachronistische Spielart des temporären Aufbegehrens gegen Konformität und Mittelmäßigkeit. Ein Ausdruck von Hilflosigkeit, die mich bei überhöhter Betrachtung anrührt, im konkreten Fall aber anekelt.“