„Beate Uhse – Das Recht auf Liebe“ 9.10.2011

ZDF-Fernsehfilm „Beate Uhse – Das Recht auf Liebe“ mit Franka Potente
Im Anschluss die ZDF-Dokumentation „Beate Uhse – Sex made in Germany“

6.20.2011 Mainz (ots) – Im ZDF-Fernsehfilm „Beate Uhse – Das Recht auf Liebe“ spielt Franka Potente die legendäre Unternehmerin. Ausgestrahlt wird er am Sonntag, 9. Oktober 2011, 20.15 Uhr. Beate Uhse steht bis heute für Herausforderung und Provokation. Sie gehört zu den großen Persönlichkeiten der jungen Bundesrepublik Deutschland: Sie war Pilotin, Ehefrau, Mutter und vor allem eine herausragende Unternehmerin. An der Seite von Franka Potente, nach einem Buch von Timo Berndt und unter der Regie von Hans-Jörg Thurn, spielen Hans-Werner Meyer, Henry Hübchen, Sylvester Groth, Josefine Preuß, Rike Schmidt, Siegfried Rauch und Mariella Ahrens.

„Beate Uhse – Das Recht auf Liebe“ erzählt, wie Beate Uhse ihr Leben dem Aufbau ihrer Firma widmet und wie die Verhütungsanleitung „Schrift X“ zur zündenden Geschäftsidee wird, um später auch anhand von Ratgebern und Produkten den Menschen zur lustvolleren, freieren Sexualität zu verhelfen. Neben Ihrem Unternehmergeist sehnte sie sich aber auch nach einem bürgerlichen Leben, wollte leidenschaftliche Ehefrau und Mutter sein.

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Der Fernsehfilm spannt einen Bogen vom Ende des Zweiten Weltkriegs über den Anfang von Beate Uhses Karriere mit der legendären „Schrift X“, dem Verkauf der ersten Präservative bis in die 70er Jahre, zu deren Beginn Beate Uhse den berüchtigten Paragrafen 184, der jegliche „Unzucht“ verbot, zu Fall brachte. Den zahlreichen Kontrahenten, gesellschaftlichen Widerständen, unzähligen Anzeigen und Prozessen setzte Beate Uhse Sachverstand und Humor entgegen. Sie war Freigeist und Außenseiterin einer Gesellschaft, der sie zugehörig sein wollte. Der Fernsehfilm wurde von Ica und Michael Souvignier (Zeitsprung Entertainment) im Auftrag des ZDF produziert. Die Redaktion im ZDF verantworten Heike Hempel und Rita Nasser.

Im Anschluss an den Fernsehfilm zeigt das ZDF um 22.05 Uhr die Dokumentation „Beate Uhse – Sex made in Germany“ von Bernhard von Dadelsen. Die ZDF-Eigenproduktion beleuchtet das Leben der erfolgreichen Geschäftsfrau und diskutiert ihren Einfluss auf die deutsche Sittengeschichte. Das ZDF-Team suchte in Flensburg nach den ersten Spuren der jungen Witwe Beate Uhse. Wegbegleiter, Verwandte und alte Freunde wie Stiefsohn Dirk Rotermund, Schwägerin Loni Frank, Fotograf Dirk Hentschel und der ehemalige Versandchef Hans-Werner Melzer berichten aus ihrer Zeit mit der Patriarchin: Welche Eigenschaften machten sie zur Geschäftsfrau? Hat sie jemals eine ihrer Entscheidungen bereut? Wie war die private Beate Uhse? Erstmals äußert sich auch Regisseur Alan Vydra über die Zeit: Er drehte nach der Freigabe der Pornographie 1975 mit großem Erfolg Erotik für Beate Uhse. Heute, zehn Jahre nach ihrem Tod, ist ihr Unternehmen in Schwierigkeiten. Die Erotik-Branche ist dem globalen Wettbewerb ausgesetzt. Ist die Zeit vorbei für „Sex made in Germany“?