„Hopfen und Malz verloren!“ 6.6.2012

Kein Bock auf Bock? „ZDFzoom“ untersucht, wie es um Deutschlands Biere bestellt ist

4.6.2012 Mainz (ots) – Auf die Fußball-EM freuen sich nicht nur Fans, sondern vor allem auch Deutschlands Bierbrauer. Wenn sich im Juni die Menschen in den Biergärten zum Public Viewing versammeln, steigt der Bierdurst traditionell auf Rekordniveau. In der „ZDFzoom“-Ausgabe „Hopfen und Malz verloren!“ am Mittwoch, 6. Juni 2012, 22.45 Uhr, gehen Peter Ruppert, Jo Schück und Michael Strompen der Frage nach, wie gut Deutschlands Bier eigentlich ist.

Während die Leistungen der Fußball-Nationalmannschaft in der Vergangenheit schwankten, sind sich die Deutschen beim Thema Bier einig: Deutsches Bier ist das Beste der Welt. Doch bei allem Selbstbewusstsein – irgendetwas stimmt nicht mit dem geliebten Gerstensaft: Insgesamt sind die Deutschen keine Meister mehr im Biertrinken. In 20 Jahren ist der Bierkonsum um 35 Liter pro Kopf und Jahr gesunken. Nimmt man die Gasthausbrauereien aus, hat sich seit der Wiedervereinigung die Zahl der Braustätten um fast ein Drittel verringert. Schmeckt den Deutschen ihr Bier plötzlich nicht mehr so richtig?

„Die Wahrheit ist, dass sich vor allem die jungen Leute in Deutschland gelangweilt vom Bier abwenden“, erzählt der US-amerikanische Bierbuch-Autor Christian DiBenedetti. Im Glauben, das eigene Bier sei ohnehin unfehlbar, arbeite man in Deutschland hauptsächlich daran, Arbeitsschritte weiter zu automatisieren, statt neues Bier zu kreieren, das den Leuten wieder schmeckt. „Bei aller Tradition: Das deutsche Bier braucht eine Frischzellenkur.“

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Beim World Beer Cup, dem wohl wichtigsten Bierwettbewerb, verloren die Deutschen sogar bei den Sorten, von denen man dachte, sie würden woanders gar nicht gebraut: beim Märzen, beim Schwarzbier, bei Bock und Doppel-Bock, sogar bei Weizen, Kölsch, Alt und Pils. Zur Fußball-EM findet nun auch die Neuauflage der Bier-WM statt. Können die deutschen Brauereien die Schmach von 2010 ausmerzen, oder stimmt mit unserem Bier etwas grundsätzlich nicht?

Die ZDF-Reporter haben Braumeister und Braumanager, Biertrinker und Bierprüfer getroffen, um herauszufinden, wie es wirklich um ein Kulturgut bestellt ist, das für die deutsche Identität mindestens so wichtig ist wie die Fußball-Nationalmannschaft.